Heute möchte ich euch die Audemars Piquet Royal Oak 15400 Jumbo vorstellen. Diese gibt es zu einem sehr guten Preis als “Light” Version bei Perfect Clones momentan.

Grundlegend suchen immer alle diese AP im Hochpreisbereich, allerdings habe ich da ein persönliches Problem mit. Warum sag ich gleich noch genau. Nun erst zur Beschreibung von Perfect Clones:

Royal Oak Jumbo 15400 Lite Version !!!!!!! Made with a Genuine 15400 As Ref, Completely Dissected , 1 : 1 Case Replication Dimension and Profile, Exact Similar Case Construction as the Genuine, Bezel is locked down by the screws from the caseback, Superlume Dial and Needles !!! Asian 2813 Modified to AP 3120 Calibre Bridges ….

Angeboten wird diese Uhr für 178,- Dollar zzgl.Versandkosten.

Warum bevorzuge ich gerade diese Ausführung? Wenn ich mir den Replika Markt ansehe, dann finde ich dieses und andere Modelle häufig mit den bekannten Highbeat-Werken. Aber wer sich mal mit dem Modell auseinander gesetzt hat, wird sehen, dass sie im Original auch ein Lowbeat hat! Aus diesem Grund ist mir gerade dieses Modell sehr symphatisch.

Ich verstehe den Trend insgesamt nicht so ganz, den die Factorys da im Moment gehen. Es werden auch sehr viele Uhren im Vintage Bereich angeboten mit den Highbeat Werken. In Original haben diese Uhren nie ein Highbeat gesehen, gerade die alten Rolex hatten oft Werke drin die nur mit 18.000 schwingen und bei Leibe nicht mit 28.800.

Aber kommen wir mal zurück zu unserem aktuellen Aspiranten. Denn wir haben es hier mit einer alten Dame zu tun. Das Modell hat in den 70gern das Licht der Welt erblickt und erfindet sich immer wieder neu, durch neue Materialien und unterschiedliche Dials. Dazu gab es damals erst die 39mm, die in der damaligen Zeit schon als groß galt. Die 41mm kam erst später, als immer mehr Chronographen auch in der 41ger Größe auf den Markt kamen. AP hatte am Anfang auch richtige Probleme dieses Modell unter die Leute zu bringen, da sie einerseits zu groß war und andererseits die Leute keine Uhr komplett aus Stahl gewohnt waren.

Das Gehäuse

Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Form ist diese Uhr ein absoluter Hingucker. Man sagt, dass der Designer Gérald Genta seine Inspiration zu der Uhr durch das Beobachten eines Berufstauchers bekommen hat. Grundlegens ist es damals auch das Prinzip gewesen, den Helm so zu verschrauben. Dieses Bullaugen mäßige Design hat einen extremen Wiedererkennungswert. Leider habe ich keine Originale zur Hand und kann so nur mit Bildern vergleichen.

Die Abmessungen sind ja auch laut PC von einer Originalen übernommen. Wenn man sich nun das Gehäuse ansieht und vergleicht, fallen am Gehäuse selber kaum Unterschiede auf. Wie das Original ist diese Uhr komplett aus 316 ner Stahl gefertigt. Alle Teile sind wie das Original poliert oder gebürstet, was einen interessanten Kontrast abgibt. Was ich allerdings bemängel ist die teilweise scharfen Kanten, gerade an der Bandinnenseite. Dies kann man aber sehr schnell beheben, indem man entweder mit Schleifpapier oder Garryflex die Innenseite bearbeitet. Nach 5 Minuten ist die Arbeit erledigt und man hat einen guten Tragekomfort. Natürlich ist das Stahlband, trotz seiner vielen Glieder, nicht so anschmiegsam wie Lederbänder. Aber wenn man Stahlbänder gewohnt ist, freundet man sich schnell mit dem Band an.

Audemars Piquet Royal Oak 15400 Replika
Audemars Piquet Royal Oak 15400 Replika
Audemars Piquet Royal Oak 15400 Replika

Dial – Hands – Datum

Hier geht es jetzt ans Eingemachte! Gerade das Dial ist im Original nicht einfach herzustellen. Es wird von Hand gemacht und man braucht nur für das Muster zwischen 45 und 60 Minuten Arbeit, je nach Durchmesser. Das Dial der Replika ist sehr schön gemacht und hat auch den Sonnenschliff, dadurch changiert die Farbe bei Sonneneinfall. Auch der Sitz der Indizes und die Unterteilung dazwischen ist sehr sauber. Allerdings muss man hierbei sehen, das es leichte Unterschiede je nach Baujahr gab! Gerade bei den Zeigern kann man das sehr schön erkennen. Hier war wohl ein 2015 Modell die Vorlage.

Allerdings gibt es auch hier “Baustellen” die man erkennen kann (aber eigentlich nur wenn man mit Originalfotos vergleicht, oder eine Echte zur Hand hat). Zum einen muss man den Druck und das Logo auf dem Dial benennen. Der Druck könnte sauberer sein und das Wort Automatic sitzt nicht ganz mittig auf dem Druckbereich. Das aufgesetzte AP-Logo ist im Originalen etwas dicker von der Schrift und weniger abgerundet.

Den größten “Fehler” an der Uhr ist die Datumsscheibe. Sie sitzt nicht ganz mittig bei dieser hier, ok , das kann bei anderen Lieferungen anders sein, aber die Farbe stimmt nicht. Normal kann man wählen zwischen Dialfarbe als Hintergrundfarbe, oder weiß. Hier ist es schwarz. Der Druck auf der Datumsscheibe ist gut und sauber gelungen. Es handelt sich auch um die richtige Schriftart.

 

Audemars Piquet Royal Oak 15400 Replika
Audemars Piquet Royal Oak 15400 Replika
Audemars Piquet Royal Oak 15400 Replika

Das Herzstück – das Uhrwerk

In der Gen ist das Manufakturwerk 3120 verbaut. Dies war nicht immer so. Die ersten Modelle hatten ein Werk von Jaeger LeCoultre (Kalibernummer 920) mit der AP Bezeichnung 2121. Das 3120ger Manufakturwerk kam erst 2004 auf den Markt. Wie oben schon erwähnt, schwingt das Original mit einer Frequenz von 21.600 A/h. Gerade der Rotor ist sehr dekoriert.

Dies findet sich natürlich auf der Replika wieder. Insgesamt sind die Gravuren weitestgehend vorhanden und es wurde versucht dem verbauten 2813 den Look des 3120 zu geben. Dies ist natürlich immer so eine Sache und klappt nicht zur Gänze, aber wer es wie bei den Gen haben will, sollte sich auch eine Gen kaufen. Einige Dekoteile sind nur “drüber geschraubt” , was aber meines Erachtens besser ist, wie die geklebten Dekore manch anderer Uhr. Dazu sind die Gravuren auf dem Rotor nicht tief genug. Daran sieht man es sofort.

Das Werk läuft einwandfrei. Welche Qualitätsstufe des 2813 dort verbaut ist, kann ich so auf Anhieb nicht sagen, aber ich gehe mal vom DG aus.

Audemars Piquet Royal Oak 15400 Replika
Audemars Piquet Royal Oak 15400 Replika
Audemars Piquet Royal Oak 15400

Fazit

Grundlegend finde ich die Uhr, gerade für den Preis, sehr interessant! Klar sind die teureren Modelle hier und da etwas genauer, aber mich persönlich stört, dass dort Highbeatwerke verbaut werden. Wenn ich schon sowas haben will, dann sollte es in dem Bereich auch passen.

Aber sind wir auch hier mal ehrlich, es gibt kaum Menschen auf der Welt die diese Uhr wie ihre Westentasche kennen und mit einem kleinen Blick erkennen können, dass dies eine Replika ist! Sie ist sehr gut gemacht und eben vom Werk her näher an der Gen! Hier sollten die Factorys mal ans Nachdenken kommen, denn es gibt genug Werke auf dem Markt, auch gute Werke, die man verbauen kann. Von meiner Seite gebe ich ganz klar eine Kaufempfehlung.

Eine Sache liegt mir noch am Herzen. Die Uhr wird angegeben mit 41 mm Durchmesser. Das stimmt auch, aber aufgrund vom Gehäuse und dem Band trägt sie sich wie eine 43 bis 44mm! Also, beachtet das, wenn ihr euch die Uhr zulegen wollt. Wer ein schmales Handgelenk hat, der sollte lieber über die 39mm Version nachdenken.